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Der Tag 1

Der erste Reisetag ist zunächst einmal geprägt vom frühen Aufstehen. 5.30 Uhr und dann so schnell es geht zum Flughafen Frankfurt.

Als ich - stark übermüdet - kurz vor dem Einchecken ankomme, stehen Daniela und Peter schon am Flughafen.
Zu schön um wahr zu sein.
Ich frage, wo denn Jens und Frank bleiben, da grinsen die beiden und zeigen mir die SMS: "Sind zu schnell durch eine Polizeikontrolle gerast, weil wir verschlafen haben. Hoffe, der Flieger hat Verspätung. Frank"

Wie es im Leben nun einmal läft: Das Glück haben immer die Falschen. In diesem Falle Frank und Jens, denn der Flieger hat eine geschlagene Stunde Verspätung und sie schaffen es noch rechtzeitig.

Bevor wir in Palma landen sind unsere beiden Glückspilze nicht nur betrunken, sondern haben es mit ihrer - zugegebenerweise sehr ansteckenden - fröhlichen Art geschafft, den halben Flieger zum Mitgrölen zu bekommen.
Immerhin ist die Stimmung nun recht gut und es geht zusammen mit einem ganzen Bus voll überwiegend junger Menschen los.
Vor jedem schönen Hotel, vor dem der Bus hält um einige Gäste einsteigen zu lassen, überkommt die anderen Mitfahrer ein gewisser Neid. Vor jedem heruntergekommen wirkenden Gebäude ist es eher Mitleid.

Unser Hotel kommt ganz am Ende und außer uns ist niemand da, der Mitleid hätte haben können.
Selbiges wäre aber sehr berechtigt gewesen, denn es war wohl das schlechteste Hotel der Insel. Aber es half alles nichts und wir schleppten unsere Koffer notgedrungen durch den zu kleinen Eingang und bezogen ein paar stickige kleine Zimmer.

Der Ausblick war kaum möglich, da die Scheiben eine merkwürdige gelbe Färbung aufwiesen, von der wir lieber nicht wissen wollten, ob sie von innen oder von außen stammte. Hätten wir etwas gesehen, so wäre dies aber auch kein schöner Anblick gewesen. Somit konnten wir dieses Manko verschmerzen.